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Front Axle Suspension Lubrication

S-O-S — HILFE!!!

[Nachfolgender Text hat sich relativiert.]

So sieht's momentan (10. Juli 2004) bei mir aus:

Bild 0001 Bild 0002 Bild 0003 Bild 0005 Bild 0006 Bild 0007 Bild 0008 Bild 0009 Bild 0010 Bild 0011 Bild 0012

Vorgehensweise streng nach der ]Drehstab-Fotostory[ von Oma Daggi.

Ich will jetzt den t-foermigen Querlenker am rechten Vorderrad nach hinten (im Bild nach links) herunterziehen. (Das ist das Bauteil, auf dem die beiden Buchsen sitzen. Die linke (hintere) ist beweglich, die rechte (vordere) sitzt fest.) Das geht aber nicht, weil das Rahmen-Vierkantrohr im Wege ist. Der Drehstab muss weiter heruntergebogen + nach vorne gedrückt werden, ist aber schwer zugänglich.
Wie empfohlen habe ich die Ausrichtung des Drehstabs an der hinteren Buchse auf beiden Seiten mit einem Körner meisselnd markiert.

Es sind drei Wagenheber angesetzt:
Einer unter dem Fahrzeug.
Einer in der Nähe der Bremsscheibe.
Der original Mercedes-Wagenheber von oben im Radkasten (mit Holz unterlegt) gegen den Drehstab.

Ein kleines Holzstück drückt den Drehstab nach aussen (aber wohl viel zu wenig Hebelwirkung).
Der nach hinten verlaufende schwarze Kunststoffschlauch wurde gelöst, damit er keinen Schaden nimmt (später wieder mit Kabelbinder zu fixieren).

Probleme:

  • Der Drehstab lässt sich nur sehr schwer nach vorne / unten abhebeln.
  • Der Achsschenkel lässt sich trotz gelöster Schraube (Bild 0011) nicht abziehen.
Fragen:
  • Was mache ich falsch, oder muss ich einfach mehr Kraft / Gewalt ansetzen?
  • Wenn sich der obere Querlenker löst, dreht sich der dann nach oben, und kriege ich den wieder zurück in die Ausgangsposition ohne Spezial-Spannwerkzeug?
  • Sind weitere Schrauben zu lösen? Z. B. vom unteren Querlenker?
Unterer Querlenker (Abbildungen aus MB-Service-Handbuch + aus Bucheli-Buch):

Bild 0014 Bild 0015

1 Technical Background

The subsequent explanation is written by a technical layman, hoping to help another greenhorn in gaining a first understanding.

Working on

  • suspension (regarding ground contact during acceleration and braking) and probably resulting damages to
  • steering, caused by burdening the wrong parts (down to breaking the steering linkage)
in their nature are painful up to deadly for the ones who stupidly action (]Darwin-Awards[) as well as innocently involved ones.

Die Vorderachsfederung am MB100 ist mit Torsions-Drehstäben realisiert, die regelmässiger Abschmierung (Schmierung, Einpressen von Fett in einen engen Zwischenraum) bedürfen, damit sie sich nicht festsetzen. Festsitzende Federung (oder defekte Stossdämpfer) erkennt man daran, dass

  • das Fahrzeug sehr hart über die Strasse rumpelt,
  • Räder öfters durchdrehen (z. B. beim Anfahren auf unebenem Grund),
  • bei erhöhter Seitenwindempfindlichkeit,
  • bei durchbrochener Bremsspur,
  • wenn beim händischen "Aufschwingen" der Karosserie der Abstand zwischen Oberkante des Radkastens zu Oberkante Reifen unverändert bleibt (und der Reifen offenbar nur über seinen Luftdruck federt),
  • wenn beim Aufbocken des Fahrzeugs der Reifen den Boden "sofort" verlässt (anstatt auszufedern).
Stossdämpfer sind ölgefüllt und haben eine Verzögerung proportional zur Geschwindigkeit der wirkenden Kraft: Schnelle Veränderungen werden gedämpft. Stossdämpfer sind im Vergleich zur Torsions-Federung beim MB100 leicht zugänglich, billig (ebay), und können einfach getauscht werden. Defekte Stossdämpfer erkennt man unter Umständen an leckendem Öl. Die Haltbarkeit von PKW-Dämpfern wird auf etwa 60 000 km geschätzt.

Die Torsions-Federung muss regelmässig (Intervalle?) abgeschmiert werden, damit sie nicht festsitzt. Hierzu sind am Fahrzeug vorne je 2 x 2 (plus 2 x 1 weitere an der Lenkung) sogenannte Schmiernippel angebracht, an die eine Fettpresse angesteckt und dann Fett eingepresst wird.

Die Hinterachsfederung des MB100 besteht aus Blattfedern, die praktisch wartungsfrei sind.

Noch zu strukturieren + nachzutragen:

  • empfohlene Werkzeuge (17er Drehmomentschlüssel [Anzugsdrehmomente!], ein Ring- und Gabelschlüsselsatz, zwei Wagenheber (original MB + Rangier-Wagenheber), Holzbretter zum Unterlegen, zwei Böcke zur Sicherung, ggf. ein Holzbalken mit 1.50 m Länge und Tuch (ggf. zum Heraushebeln des Reifens aus der Federung), Hammer, Kartuschen-Hebelfettpresse (z. B. von ? -- link), LED-Stirnlampe, Zangen (Rohrzange, flache Zange, spitze Zange), Schraubenzieher, Ratschenkasten), CARAMBA, Holzklötzchen
  • "vom Wesen der Fettpresse" + Fotos [Oma Daggi + Co.]
  • geeignete Fette [Lithium- / Molybdänfett?]
Beim Aufbocken Handbremse anziehen.

Ausserdem ggf. nachtragen:
Schritt-für-Schritt-Erklärung analog zu ]Oma Daggis Bildergeschichte[ (aber wohl nicht zu übertreffen).
Ggf. Explosionszeichnungen aus Service-Handbuch (?) abbilden.
Funktionsprinzip des Lagers (aussen festhalten durch Anpressdruck, innen beweglich) und seiner Schmierung erklären (Schmiernippel fluchtet komplett durch).

2 mb100.de Link Collection

3 Photo Story

Bilder sind sehr schlecht — fotografiert mit einem Motorola V525 im Schein von Neonröhren und einer LED-Stirnlampe.

Abends zuvor beide Lagerschalen auf der rechten Seite ganz geöffnet und dann den Wagenheber abgelassen; dabei ist der Drehstab mit Buchsen herausgesprungen:

Am nächsten Tag dann mit tatkräftiger Hilfe eines Kollegen Rad erneut abgelassen und mit dem Holzgriff eines Hammers die Buchsen zurück in die Lagerschalen gehebelt.
Die Bilder sollten zeigen, dass die hintere rechte Buchse fluchtet, bevor die obere Halbschale endgütig angezogen wird und dann der Schmiernippel eingesetzt wird:

Werkzeug fürs Grobe:

Festsitzende Buchse vorne links (abgebildet) und rechts (nicht abgebildet). Beides Mal musste das "Löchle" freigekratzt werden. Viel "Caramba"-Äquivalent von vorne eingesprüht und erfolglos versucht, mit Gabelschlüssel anzuschieben oder mit Schraubenzieher und Hammer in Rotation zu versetzen.
Sitzt komplett fest.
Vordere Abdichtung (Metallplättchen und Gummiring) ist jeweils OK, hinterer Gummiring ist jeweils kaputt (ist wohl egal — "kommt eher Fett raus als Dreck rein").
Die Schmiernippel wurden an diesen beiden festsitzenden Lagern vorerst nicht mehr eingesetzt (würden ja schlimmstenfalls das Lager blockieren oder beschädigt werden). Die vorherigen Schmiernippel (dreiteilig) wurden am "innersten" Teil komplett zugebogen, so dass gar kein Fett mehr austreten konnte.

Feierabend + "I mog nimmaaa".

Wie kriege ich die Büchsen raus, damit ich dann den Drehstab abschmirgeln kann?
Werkzeug, Temperatur, ?
Meine Hoffnung ist, dass das Caramba im Betrieb vielleicht die Buchse löst?
Ansonsten bringe ich den Kutter die nächsten Tage in die Werkstatt; bin momentan ziemlich abgekämpft.

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